3. Februar 2026 – Einen Frieden beraten,
während der Westen angeblich vor sich hindämmert, will man momentan vor allem im Osten: in Abu Dhabi, zwischen Ukraine, Russland und USA in den kommenden Tagen, im Iran resp. in der Türkei erwartete man Atomgespräche mit den USA, in Syrien schloss der herrschende Übergangspräsident Al-Sharaa ein Abkommen mit den aufständischen Kurden, in Ägypten wurde der Übergang von Rafah wieder geöffnet, um Patienten und Palästinenser aus- und eingehen zu lassen. Klingt es nicht wunderbar?
Währenddessen brodeln in Amerika die ICE und die Epstein Affäre, mit Ablegern in Norwegen mit Kronprinzesssin Mette-Marit und ihrem Sohn Marius Borg. In einer Berliner evangelischen Gemeinde dagegen üben geflüchtete Ukrainer das Kirchenlied 430: “ Gib Frieden, Herr, gib Frieden: die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.“ Das Lied stammt von einer Mystikerin und Diakonin namens Eva von TIele-Winckler. Es erschien 1916, also mitten im Ersten Weltkrieg, wurde aber erst 1959 vertont. Die Nonne stammte aus schlesischem MontanAdel, von Schloß Miechowicz, und gründete die erste Diokonissengemeinschaft, die sich vor allem für heimatlose Kinder einsetzte. Die letzte Strophe heisst: „Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt, hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt. Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür , dass Friede siegt.“