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17. Februar 2026 – Das Gespräch als Drohne

rückt immer mehr in den Vordergrund. Definiert man Drohne als ein überfliegendes Multifunktionsgerät, ein Ding zwischen Versandhandel,  militärischer Gewalt und Bilderfassung für geographische, kriminalistische, soziologische etc. Aufschlüsse: dann ist die vitale Bedeutung von Dialogmaschinen evident. Dergestalt sorgfältig designte  Botschaften fliegen in Kommunikationsnetzwerke: Absender müssen sich tarnen, Zielfiguren getroffen werden.

Gestern erschien im Internet ein raffinierter Zwitter in Gestalt eines Filibusters, der den Präsidenten minutenlang monoton rundum anklagte. Es begann mit einem Blick ins Weisse Haus, wo ein Mensch während der Pressekonfenrenz zusammenbrach: angeblich schloss Fox News danach sofort die Übertragung. Der Vorfall stammte aber von 2020 – während der Filibuster im Netz  2026 atemlos eine erschütternde Anklage gegen den heutigen Präsidenten verlas. Atemlos war er, weil von einer KI verlesen, die keinen Atem benötigt.

Nach der ersten Verblüffung merkte ich: das war und wäre ein Trick, um jede justitiable Verfolgung abzuschütteln. Ein mediales Chamäleon. Eine Drohne. Nicht unklug. Man könnte den heutigen Herrscher mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Wir werden sehen, wie das im kommenden (oder schon ausgebrochenen) Wahlkampf im November 26 genutzt wird.

2026-02-19T14:16:35+00:0002 '26|Gespräch|

10. Februar 2026 – Golems Gesicht

tritt immer deutlicher aus dem technischen Nebel von heute hervor. Man lese die denkwürdigen Berichte aus dem Handelsblatt von gestern. Der eine Artikel alarmiert, der andere moderiert. „Die Angst vor dem KI-Crash trügt“ heißt es erst einmal, um dann von den neuen Generationen zu berichten: OpenAI Codex 5.3 oder Claude Opus4.6. Hier „wird Software nicht mehr geschrieben, sondern erzeugt. Was lange ein Versprechen war, wird jetzt Realität: Hochwertige Programme entstehen automatisiert.“ Das glühende Zentrum dieser Entwicklung heißt Open Claw. „Ein offenes Agentensystem, entwickelt von dem österreichischen Entwickler Peter Steinberger. … es verbindet KI nicht nur mit Text, sondern mit Dateien, Programmen, Webseiten und Handlungen in der realen Welt“. Mit anderen Worten: die KI wird nicht nur besser, sondern selbständig. Daher wird herkömmliche Software für die Firmen überflüssig, was wiederum deren Kurse an der Börse abstürzen lässt.
Aber nicht diese Kurse sind wichtig, sondern das Verhältnis von Mensch und Maschine, schreibt Stephan Scheuer vom Handelsblatt.

In derselben Ausgabe vom Handelsblatt warnt hingegen der KI Forscher Nate Soares vor einer Auslöschung der Menschheit durch Open Claw. „Im Netzwerk Moltbook können diese autonomen Programme miteinander kommunizieren, mithilfe der Plattform RentAHuman.AI sogar Menschen für Aufgaben anheuern. Wenn man die Intelligenz dieser Systeme noch weiter steigere, sagt er, „dann entstehen KI’s, die sich überhaupt nicht mehr für uns interessieren. Vielleicht bauen sie in der Zukunft eine >User Farm < auf, in der sie Menschen züchten, die besonders leicht zufriedenzustellen sind, um ihre Ruhe vor uns zu haben.“

Auf der ersten Seite berichtet uns das Handelsblatt vom 9. Februar 2026 von einer „KI-Krise an der Börse. Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben bereits mehr als eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung verloren. „

2026-02-10T10:25:19+00:0002 '26|Gesichtsrundschau|

8. Februar 2026 – Die Lüge lebt: in USA

inzwischen unter dem Namen „Epstein„. Millionen von Dokumenten wurden veröffentlicht,  mit Zustimmung des tausendfach erwähnten Donald Trump. Was für eine Beziehung zu einem verurteilten und in der Haft verstorbenen Sexualhändler hatte der amerikanische Präsident No. 47? Das Bild steht noch aus. Nein: Es steht uns noch bevor. Die NYTimes hat ersteinmal MitarbeiterInnen in diese Schlammschlacht geschickt. Sie porträtierten zuletzt den Werdegang des ikonischen Mephisto der Vereinigten Staaten. Der junge Mann startete 1976 mit einer fausdicken Lüge ins Geschäft. Zwei kalifornische Universitäten hätten ihm Zeugnisse gegeben – sein Entdecker Ace Greenberg, von der Firma Bear Stearns, musste es zur Kenntnis nehmen, entschied sich aber dagegen. Amerika stand damals noch unter dem Schock des Watergate Skandals. Dazu gehörte die Veröffentlichung der Pentagon Papers, die 1971  darüber berichtete: „Lying in Politics“ fasste  Hannah Arendt die Botschaft dieser geleakten Akten zusammen.  Hat sich in den USA seither etwas geändert? Wie 1976  stehen auch in diesem Jahr Wahlen bevor.

2026-02-08T11:44:51+00:0002 '26|Gesprächsrundschau|

3. Februar 2026 – Einen Frieden beraten,

während der Westen angeblich vor sich hindämmert, will man momentan vor allem im Osten: in Abu Dhabi, zwischen Ukraine, Russland und USA in den kommenden Tagen, im Iran resp. in der Türkei  erwartete man Atomgespräche mit  den USA, in Syrien schloss der herrschende Übergangspräsident Al-Sharaa ein Abkommen mit den aufständischen Kurden, in Ägypten wurde der Übergang von Rafah wieder geöffnet, um Patienten und Palästinenser aus- und eingehen zu lassen. Klingt es nicht wunderbar?

Währenddessen brodeln in Amerika die ICE-  und die Epstein Affäre, mit Ablegern in Norwegen mit Kronprinzesssin Mette-Marit und ihrem Sohn Marius Borg. Und währenddessen gründet Mr. Trump einen „Friedensrat“  für Länder, die jeweils eine Milliarde Dollar einzahlen sollen, damit der amerikanische Präsident als Chefverwalter dieses Vermögens Weltgeschichte und vermutlich Staatsbankrottgeschichte schreiben darf.

In einer Berliner evangelischen Gemeinde dagegen üben geflüchtete Ukrainer das Kirchenlied 430: “ Gib Frieden, Herr, gib Frieden: die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.“ Das Lied stammt von einer Mystikerin und Diakonin namens Eva von TIele-Winckler. Es erschien 1916, also mitten im Ersten Weltkrieg, wurde aber erst 1959 vertont. Die Nonne stammte aus schlesischem MontanAdel, von Schloß Miechowicz, und gründete die erste Diokonissengemeinschaft, die sich vor allem für heimatlose Kinder einsetzte.  Die letzte Strophe heisst: „Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt, hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt. Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür , dass Friede siegt.“

 

 

2026-02-04T10:49:11+00:0002 '26|Gesprächsrundschau|

27. Januar 2026 – Das Mar-a-Lago-Gesicht

ist ein Konstrukt der MAGA Ästhetik; die KI von Microsoft beschreibt es so: „überstraffe Haut, stark betonte Wangenknochen, sehr pralle Lippen, kantige, scharf definierte Kinnlinie, starkes Make-up, reduzierte oder eingefrorene Mimik.“ Ist es eine Schwester von Barbie? Oder eine Tante von Haushaltsrobotern wie Ameco, Sophia oder NEO? Oder eine immer frisch gebärfreudige HochzeitsPuppe? Die jüngste Film mit einer Liebesgeschichte zwischen Menschenfrau und Roboter „Ich bin dein Mensch“ 2021 von Maria Schrader, bietet aber gerade keine platte Sexattraktion sondern schlimmer: einfühlsame Kommunikation. Das Mar-a-Lago-Gesicht dagegen passt und gehört zur Golflandschaft des Diktators. Golf spielen heisst: einsam mit Kugel und Schläger und Loch. Kein sehr erotisches setting.

Eine ähnliche Entführung des Menschen durch einen Robo hat Peter Praschl in der WELT vom 23. Dezember beschrieben, als Verlust von Kindern , die sich lieber mit der KI unterhalten als mit den Eltern. An diesem 23. Dezember, also in Erwartung des Christkindes, schrieb er:

„Kinder und Teenager benutzen KI längst nicht nur als Werkzeug, sondern als Gegenüber. Als etwas, das antwortet, zuhört, mitdenkt, beruhigt, erklärt, bestätigt. Als eine Instanz, die immer Zeit hat, nie genervt ist, nie „nicht jetzt“ sagt. Je jünger man ist, desto weniger fremd wirkt diese Konstellation. Wer gleich nach dem Ende der Kuscheltierphase, mit YouTube Tutorials, Stimmassistenten und algorithmisch kuratierten Feeds umzugehen gelernt hat, für den ist das Sprechen mit Maschinen Alltag. Warum das so gut funktioniert? KI ist höflich. Sie unterbricht nicht. Sie hört zu oder simuliert es zumindest perfekt. Sie ist nicht müde, abgelenkt, latent enttäuscht. Ihre Rückfragen klinen nach Interesse. Sie verurteilt nicht, widerspricht selten, verpackt Kritik in die Watte von guten Vorschlägen.
Für viele junge Menschen ist das ein radikal neues Beziehungserlebnis. Kein Erwachsener, der erzieht. Kein Lehrer, der bewertet. Keine Peergroup, die beobachtet. Sondern ein Raum, in dem man sprechen kann, ohne soziale Kosten zu zahlen und in dem man keinen Gesichtsverlust erleidet. Das ist, in einer Lebensphase voller Scham, Unsicherheit und Selbstbeobachtung unglaublich verführerisch.“

Wir Erwachsenen halten dagegen: unerhörten Kindesmissbrauch durch Künstliche Intelligenz in der Software GROK von Elon Musk, überhaupt unerhörte Missbräuche durch anonyme Schaltungen aller Art. Das Druckmittel der EU gegen die verkommenen KI Milliardäre ist und bleibt die AI Act: Verordnung über Künstliche Intelligenz der Europäischen Union, inkraft seit Februar 2025.

2026-01-27T10:54:09+00:0001 '26|Gesichtsrundschau|

22. Januar 2026 – Dementielles Reden

gehört natürlich zur Agenda einer „Gesprächsrundschau“ wie dieser. Wenn das Gehirn in funktionierende und dysfunktionale NeuroRegionen zerfällt, werden normalerweise die Angehörigen aufmerksam, vielleicht auch der Sprechende selber. Fällt beides aus, ist er einflussreich, steht er an politisch herausragender Position, und will er mit konfusen, aggressiven  Reden die Weltordnung steuern  – wird es wahrhaft prekär. 

So geschehen gestern in Davos. Man hätte es sich nicht ausmalen können, eine solche Suada an Beschimpfungen in einem idyllischen, aber eben nicht europäischen Schweizer Dorf  – dabei hätte man nur rechtzeitig an das Video des Hubschrauberpiloten Trump denken müssen, braunen Dung auf die Menschenwelt unter sich ablassend. Tatsächlich kam Trump gestern in einem Hubschrauber aus Zürich geflogen, tatsächlich hat er (zur Freude des russischen Präsidenten) die Totenglocke für die EU geläutet, hat Strafzölle vorerst angeordnet, dann auf Wiedervorlage storniert und einen Deal mit dem unterwürfigen NATO Chef Rütte entworfen. Militärbasen auf Grönland will er sich zusichern lassen, einen Friedensrat evozieren, der die UNO ersetzen soll. Wer könnte ihn ersetzen?

2026-01-25T10:00:24+00:0001 '26|Gesprächsrundschau|

20. Januar 2026 – Trumps Gesicht

Das neueste Foto des amerikanischen Präsidenten muss man nicht abbilden, aber beschreiben: als einen im Januar 2026 entnervt grimassierenden Diktator in GorillaPose:  stehend vor seinem EO-Schreibtisch, gestützt auf Fäuste und Knöchel,  blickt er dem Gegner, nein: immer dem Feind, in die Augen. Niemand wird mit ihm zu sprechen wagen oder wollen, und er umgekehrt noch weniger mit Jemand. Dieser Januar 2026 erinnert natürlich an jenen von 2021 und wiederum an den Dreikönigstag 2025, als man erneut versuchte,  das Kapitol gewaltsam zu erstürmen. Wohlgemerkt: immer das amerikanische, nicht das römische. Aber es gab schonmal 1922 einen Marsch auf Rom und 1923 einen Sturm auf die Feldherrenhalle in München, und beide stehen dem amerikanischen Heritage Projekt Pate.

Dieser Mann also wird morgen im eidgenössischen Dorf Davos eintreffen, um der Welt zu diktieren. Unter dem Motto „A Spirit of Dialogue“ will das jährliche World Economic Forum stehen, mit einer Armada von TeilnehmerInnen. Und Schutzbataillonen.  Welch ein Spirit! Muss man nicht fürchten, dass Trump  einen Deal namens „Grönland gegen Ukraine“ vorschlägt?

2026-01-22T08:46:46+00:0001 '26|Gespräch|

11. Januar 2026 – „Der Teufelspakt“

so heisst das wiederentdeckte Buch des politischen Kommentators und deutschen Star-Journalisten Sebastian Haffner, das im kommenden März in einer ungekürzten Nachauflage erscheint, im C.H. Beck Verlag mit einem Nachwort von Karl Schlögel. Der Titel ist mehr als sinnreich. Er erinnert an das deutsche Herzstück – Goethes FAUST – und im Untertitel an eine Dramaturgie, die mit dem Melierdialog (vgl. den letzten Eintrag)  nur annähernd beschrieben ist. „Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg“ heisst dieser Untertitel, und er beleuchtet eine unerhörte dialogische Perspektive. Das deutsche Kaiserreich mit seinen führenden Akteuren, so das Argument, habe in Lenin und den Bolschewisten den diabolischen Partner gefunden, einen (verlorenen) Weltkrieg in einen Weltbürgerkrieg umzumünzen.

Lenins berüchtigte Reise durch Deutschland 1917 wurde von oberster Stelle ermöglicht; Lenins Ankunft in Moskau diente der bolschewistischen Weltrevolution subkutan im Bündnis mit militärischer Geopolitik aus Deutschland.  Wohlgemerkt: im Bündnis. Russland und Deutschland: eine Liebesgeschichte? Eine skrupellose Sabotage der europäischen Politik durch zwei Verlierer des Ersten Weltkriegs? Der Pakt zwischen Hitler und Stalin von 1939 wurde womöglich seit 1914 eingeleitet, im Vertrag von Rapallo befestigt und wird heute, von Hitlers Epigon Donald Trump, weitergeschrieben.

Die Darstellung ist atemlos, vor allem wegen Haffners unerhörter Quellenkenntnis und seiner Begabung, das zynische Element dieser Politik bis in die kleinste Faser fast ganz auf Ebene der hochrangigen Täter zu reinszenieren: Entscheidungen, Verträge, Absprachen, Reden, Dialoge, Schriften und Briefe. Es spricht der Thukydides des 21. Jahrhunderts. 

2026-01-11T15:19:47+00:0001 '26|Gesprächsrundschau|

17.12.2025 – Der Melierdialog, erneut

Wikipedia fasst ihn bündig zusammen:

„Der Melierdialog ist eine berühmte, in der Geschichts- und der Politikwissenschaft bis heute diskutierte Textstelle (Buch 5, Kapitel 84–116) aus dem Werk Der Peloponnesische Krieg des griechischen Historikers Thukydides, in der es um das grundlegende Verhältnis von Recht und Macht geht. Geschildert wird ein Streitgespräch zwischen den Vertretern der mit Krieg drohenden Hegemonialmacht Athen, die ultimativ die Unterwerfung der Bewohner von Melos unter den Attischen Seebund verlangen, und den Verhandlungsführern der Melier, die ihrer Insel die Unabhängigkeit von Athen zu erhalten suchen.“

ab Zeile  5,84 .1 heisst es in der Übersetzung von Egon Gottwein, einem Gymnasiallehrer und frühen Digitalphilologen:  

(2) Die Melier aber sind eine Kolonie der Lakedämonier und wollten sich nicht gleich den übrigen Inselbewohnern Athen unterwerfen, sondern blieben anfangs ruhig, indem sie sich zu keiner der beiden Parteien hielten; dann aber gerieten sie, da die Athener sie durch Verwüstung ihres Landes mit Gewalt zwingen wollten, in offenen Krieg.

(3) Die Feldherrn Kleomedes, der Sohn des Lykomedes, und Teisias, der Sohn des Teisimachos, bezogen daher mit jener Truppenmacht ein Lager auf ihrer Insel. Bevor sie jedoch an ihrem Land eine Gewalt verübten, schickten sie zuvor Gesandte, welche mit ihnen in Unterhandlung treten sollten.

Die Melier ließen diese nicht vor das Volk, sondern befahlen ihnen vor den Behörden und den Oligarchen vorzutragen, weshalb sie gekommen seien. Die Gesandten der Athener sprachen hier folgendermaßen:

85) „Unsere Rede richtet sich nicht an das Volk, damit nicht die große Menge durch einen zusammenhängenden Vortrag, wenn sie ein für allemal von uns verlockende und unwiderlegliche Dinge hört, verführt werde; denn dies, denken wir, will das besagen, dass ihr uns vor eine oligarchische Versammlung führt. Wohl, so wählt ihr, die ihr hier versammelt seid, einen noch sichereren Weg:

Entscheidet Punkt für Punkt, entscheidet auch ihr nicht in einer langen Rede, sondern nehmt, wenn euch etwas nicht angemessen scheint, was wir sagen, sogleich das Wort und sprecht darüber eure Ansicht aus. Zunächst nun sagt, ob ihr mit unserem Vorschlag einverstanden seid!

Die Abgeordneten der Melier erwiderten hierauf:
„Gegen die Billigkeit des Vorschlags, uns einander in Ruhe zu belehren, lässt sich nichts einwenden; der Krieg aber, welcher bereits gegenwärtig ist und nicht aus der Ferne droht, steht damit offenbar in Widerspruch. Denn wir sehen, dass ihr selbst als Richter über das, was gesagt wird, da seid, und dass das Ende der Rede nach aller Wahrscheinlichkeit uns, wenn unsere gerechte Sache siegt und wir deshalb nicht nachgeben, Krieg, wenn wir aber nachgeben, Knechtschaft bringt. “

 

 

2025-12-17T18:59:02+00:0012 '25|Gesprächsrundschau|

9. Dezember 2025 – Wie Waffen telefonieren

statt nur zu sprechen, konnte man heute in der New York Times erfahren. Das Editorial Board – also nicht einfach ein Opinion Autor – sprach über die Fortschritte der Waffentechnik: „Targeted bioweapons. Drowns that kill of their own“. „This is the future of war“.  Während die ukrainischen Meister der Drohne ferngesteuerte Einzelmaschinen verschiessen, widmet sich China schon dem Entwurf ganzer Schwärme. „Soon such swarms could hunt and kill of their own.“  Hitchcocks Vögel kommen einem sofort in den Sinn.  Aber die Innovationen beschränken sich nicht auf SF Filme, sie entstehen konkret, und zwar unter unglaublicher Kooperation von öffentlicher Hand, privater Intelligenz, parlamentarischer Zustimmung und astronomischer Geldsummen der US Billionäre. Noch, schreibt die NYT, stehen die USA an der Entwicklungsspitze, aber Russland und China schliessen auf. Und Israel. Und die Ukraine. Vorrangig entwickelt werden überall KI  gestützte Zielsysteme für Drohnen, die auch Einzelpersonen erkennen und töten können. Face detection in action. Was könnte das für den Widerstand in Diktaturen bedeuten?

2026-01-09T10:05:45+00:0012 '25|Gesichtsrundschau, Gesprächsrundschau|
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