nennen vier Autoren in der FAZ vom 1. Juli die Erwartung, die Hoffnung, ja den demokratischen Anspruch überhaupt: „dass wir uns im öffentlichen Gespräch vernünftig verständigen können“. Carsten Brosda, Rainer Esser, Ricarda Lang und Levi Penell. Mitglieder der Hamburger Regierung, der ZEIT, den Grünen und sogar vom Tiktok Kanal. Neun Forderungen für einen „besseren Umgang mit dem digitalen Raum“, für den Kampf gegen eine hysterisch inszenierte Erregungslogik, werden auf einer ganzen Seite ausgebreitet und kulturwissenschaftlich erörtert. Zentrale Anliegen sind 1. Digitalsteuer und Plattformabgabe. 2. Stärkung öffentlicher Medien. 3. Konsequente Durchsetzung des Digital Service Act. 4. Algorithmische Transparenz. 5. Verantwortungszwang für Plattformbetreiber. 6. Digitaler Medienstaatsvertrag. 7. Verlässliche Identifikation 8. Wirksamer Jugendschutz 9. Künstliche Intelligenz als neue Stufe der Plattformmacht.
Mit all diesen Massnahmen will man Systeme verhindern, die „mit maximaler Reichweite, maximaler Erregung und maximaler Verweildauer Geld verdienen – unabhängig davon, welche gesellschaftlichen Schäden sie erzeugen. Solche Systeme dürfen demokratische Gesellschaften nicht als naturgegeben hinnehmen. (…) Wenn Aufmerksamkeit systematisch nach Empörung, Suchtpotential und kommerzieller Verwertbarkeit sortiert wird, verliert die demokratische Öffentlichkeit ihre Grundlage.“
Kann irgendetwas davon unter einem WeidelDiktat realisiert werden?